Frauen im Widerstand

Nichts war vergeblich

Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Vom 24. Januar bis 29. April 2018 zeigen der Förderverein Projekt Osthofen e.V., die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und das Frauenbüro/die Gleichstellungsstelle des Landkreises Alzey-Worms die vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 e.V. erarbeitete Ausstellung „Nichts war vergeblich. Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ in der Gedenkstätte KZ Osthofen.
Die Ausstellung würdigt und thematisiert den Mut von Frauen, die sich gegen den Terror des NS-Systems stellten. Die Biographien zeigen wie Frauen auf vielfältige Weise dem NS-Regime die Gefolgschaft verweigerten. Sie verfassten und verteilten Flugblätter, boten Verfolgten Unterschlupf, missachteten die „NS-Rassegesetze“ oder klärten im Exil über das Unrecht in Deutschland auf.
Sie folgten dabei ihrem Gewissen – und setzten vielfach ihr Leben aufs Spiel. Der Anteil dieser Frauen im Kampf gegen den NS-Staat ist in der Öffentlichkeit noch immer wenig bekannt, die Ausstellung soll dazu beitragen das Bewusstsein hierfür zu ändern.
Für die Präsentation hat die Gedenkstätte die Ausstellung mit regionalen Beispielen „widerständiger“ Frauen ergänzt. So wie dem von Pauline Schöfer aus Osthofen. Die Sozialdemokratin, Gewerkschafterin und Gründerin der ortsansässigen Arbeiterwohlfahrt wurde wegen ihrer politischen Arbeit im März 1933 unter Beifall von „Nazifrauen“ ins KZ Osthofen eingeliefert. Auch nach ihrer Haftentlassung stand sie in engen Kontakt sowie Austausch mit Genossen und hörte verbotenerweise „Feindsender“, immer im Bewusstsein erneut inhaftiert zu werden.

VERANSTALTUNGEN:

Mittwoch, 24. Januar 2018, 18:00
ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG
Einführungsvortrag von Thomas Altmeyer (Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 e.V.)

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung unter info@ns-dokuzentrum-rlp.de. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Mittwoch, 28. Februar 2018, 18:00
FRAUENBILDER IM WANDEL DER ZEIT
Vortrag von Katharina Nuß (Gleichstellungsbeauftrage des Landkreises Alzey-Worms)

Sonntag, 8. April 2018, 11:00
„DIE UNSICHTBAREN – WIR WOLLEN LEBEN“
ein Film von Claus Räfle (D 2017), Filmvorführung im Bali Kino in Alzey

Freitag, 13. April 2018, 15:00
„WIDERSTÄNDIGE FRAUEN IN WORMS“
Stadtführung mit Maria Storf-Felden (Gästeführerin) in Worms

Sonntag, 29. April 2018, 15:00
FINISSAGE
Präsentation der Ergebnisse des Wettbewerbs „Starke Frauen“

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN

Sonntag 28. Januar 2018 14:00
Mittwoch 28. Februar 2018 17:00
Sonntag 18. März 2018 14:00
Donnerstag 12. April 2018 17:30
Sonntag 29. April 2018 14:00

WEITERE ANGEBOTE

Pädagogische Angebote für Jugendgruppen und Schulklassen im gesamten Zeitraum, auch in Kombination mit einer Führung zur Geschichte des KZ Osthofen möglich.

Begleitend zur Ausstellung ist ein Wettbewerb zum Thema „Starke Frauen“ ausgeschrieben. Jugendliche und Erwachsene können dazu literarische, wissenschaftliche und gestalterische Beiträge über starke Frauenpersönlichkeiten der Vergangenheit und Gegenwart einreichen.

Flyer mit Begleitprogramm zum download

„Irmina“ – Szenische Lesung mit Barbara Yelin

Sonntag, 26. November 2017, 15.00 Uhr in der Gedenkstätte KZ Osthofen

Inspiriert durch die Tagebücher und Briefe ihrer Großmutter hat Barbara Yelin mit „Irmina“ einen Comicroman über eine junge Frau in der Zeit des Nationalsozialismus verfasst. Sie thematisiert darin die Frage nach alternativen Handlungsoptionen, nach Integrität, nach Wegsehen und Mitmachen.

© Barbara Yelin & Reprodukt

Die 19jährige selbstbewusste und ehrgeizige Irmina von Behdinger kommt für eine Ausbildung als Fremdsprachensekretärin 1934 von Stuttgart nach London. Damit hofft sie sich den Wunsch eines selbstbestimmten Lebens erfüllen zu können. Auf einer Party lernt sie den aus der Karibik stammenden Oxford-Stipendiaten Howard Green kennen. Die beiden verlieben sich. Irminas Blick auf die Welt erweitert sich durch Howard, aber auch durch eine ältere Grafin, bei der Irmina wohnt. Die Gräfin kümmert sich um Flüchtlinge aus Nazi-Deutschland, engagiert sich für Frauenrechte und nimmt Irmina mit zu Armenspeisungen. Die Beziehung zu Howard und ihre Zeit in London finden ein jähes Ende, als Irmina wieder nach Deutschland muss. Sie zieht nach Berlin, doch ihr Plan bleibt es nach London und zu Howard zurückzukehren. Auch dafür verdient sie ihr eigenes Geld: Ihre neue Arbeitsstelle ist das Reichskriegsministerium…

Barbara Yelin © Martin Friedrich 2016

Barbara Yelin, 1977 geboren, studierte Illustration an der HAW Hamburg. Für den 2014 veröffentlichten Comicroman „Irmina“ ist sie vielfach ausgezeichnet worden. 2015 erhielt sie den Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur und 2016 den renommierten Max-und-Moritz-Preis als beste deutschsprachige Comic-Künstlerin. 2016 erschien auch die Comic-Biographie „Vor allem eins: Dir selbst sei treu – die Schauspielerin Channa Maron“. Die englische Version von „Irmina“ wurde 2017 für den Eisner Award in der Kategorie „Best U.S. Edition of International Material“ nominiert.

Kontakt und Anmeldung: Gedenkstätte KZ Osthofen, Tel.: 06242-910810, E-Mail: info@ns-dokuzentrum-rlp.de

Sprudelndes Leben – gesund Genießen

 

Eine Veranstaltung mit der Ernährungsberaterin, Katja Schwalm, und einer Lesung der Binger Autorin, Dr. Petra Urban

am Mittwoch, den 22. November 2017 um 18.00 Uhr
im Ratssaal der Verbandsgemeindeverwaltung Wörrstadt

Gesund genießen ohne ein schlechte Gewissen zu haben und trotzdem auf die veränderten Ernährungsbedürfnisse im zunehmendem Lebensalter zu achten und dabei auch die Lebensfreude und den Spaß beim Älterwerden nicht zu verlieren, sind die Themen der Veranstaltung. Katja Schwalm informiert zu Beginn über die Ernährung im zunehmenden Lebensalter. Eine gute Gesundheit, Lebensqualität und Zufriedenheit werden allerdings nur dann tatsächlich erreicht, wenn man das Älterwerden auch als Chance begreift. Lassen Sie sich im Anschluss von den humorvollen Gedanken zum Älterwerden von Dr. Petra Urban inspirieren, die zeigt, dass es eine Zeit des Aufbruchs ist mit unzähligen Augenblicken der Fröhlichkeit. Wir freuen uns auf Sie!

Eine Veranstaltung der Generationenbeauftragten der Verbandsgemeinde Wörrstadt, S.Schwarz Fenske.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich,
Auskünfte erhalten Sie unter ihrer Rufnummer: 06732/601209

Wüstenblume

anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen veranstaltet der „Runde Tisch gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen im Landkreis Alzey-Worms“ einen Film – Abend im BALI Kino und zeigt den Spielfilm

„Wüstenblume“

Montag, 27. November 2017, 19.30 Uhr

BALI Kino, Am Bahnberg, Alzey

Eintritt 8 €

Das Drama basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman und Weltbestseller von Waris Dirie, die als Nomadenmädchen in der Wüste Somalias aufwuchs, im Alter von 14 Jahren vor einer Zwangsheirat mit einem wesentlich älteren Mann nach Mogadischu floh, Jahre später in einem Londoner Schnellimbiss von einem Starfotografen entdeckt und zu einem der erfolgreichsten Models der Welt wurde. Auf dem Höherpunkt ihrer Karriere erzählt sie in einem Interview das Geheimnis ihrer Kindheit: Die grausame Tradition der Genitalverstümmelung, deren Opfer sie selbst als kleines Mädchen wurde. Die Veröffentlichung löst eine Welle von Mitgefühl und Protest aus und Waris entschließt sich, ihr Leben dem Kampf gegen dieses Ritual zu widmen.

Weltweit wird 2017 anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen mit vielfältigen Veranstaltungen auf das Thema „weibliche Genitalverstümmelung“ aufmerksam gemacht. Unser Beitrag im Landkreis Alzey- Worms ist der Kinoabend, bei dem es auch zahlreiche Informationen zur Arbeit des „Runden Tisches“ und der Beratungsstellen der Region gibt. (Weitere Informationen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen unter www.frauenrechte.de)

Aufbrüche – Frauen der Reformation

Wanderausstellung der Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland

15. – 26. November 2017, 16 – 19 Uhr
(und auf Nachfrage)

Kleine Kirche Alzey (Am Wall)

Die Ausstellung zeigt zwölf Frauen der Reformation aus Mitteldeutschland. „Pat*innen“ aus der Gegenwart stellen ihre „Ahninnen“ sehr persönlich vor. Weitere Ausstellungstafeln führen in die Lebensbedingungen von Frauen in die Zeit des 16. Jahrhunderts ein.

Flyer zur Ausstellung