„Der Zornige Kaktus 2018“: Stimmen Sie jetzt ab!

zum vierten Mal verleiht TERRE DES FEMMES (TDF) im August 2018 den „Zornigen Kaktus“ für besonders frauenfeindliche Werbung.

Innerhalb von 6 Wochen wurden dafür fast 100 Vorschläge eingereicht! Eine tolle Resonanz, die aber gleichzeitig zeigt, wie stark frauenfeindliche Werbung immer noch in unserer Gesellschaft verbreitet ist.

Die Expertinnen-Jury, bestehend aus Inge Bell (stellvertretende Vorstandsvorsitzende TDF), Christa Stolle (Bundesgeschäftsführerin) und den ehrenamtlichen Mitfrauen Kaja Holland und Astrid Warburg-Manthey, hat aus den zahlreichen Einsendungen drei preiswürdige Kandidaten ausgewählt.

Nun brauchen wir Ihre Unterstützung:
Bis zum 5. August haben Sie die Chance, sich für einen der drei Vorschläge auf der TDF-Homepage zu entscheiden.
Geben Sie Ihrem Favoriten Ihre Stimme und helfen Sie uns, die frauenfeindlichste Werbung für dieses Jahr zu ermitteln!

Wir freuen uns über Ihr Engagement.

Vielen Dank!

Wettbewerb „STARKE FRAUEN“ der Gedenkstätte KZ Osthofen

Im Rahmen der Ausstellung „NICHTS WAR VERGEBLICH“ – Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Für Jugendliche und Erwachsene – 24. Januar bis 6. April 2018

Zum Stichwort „Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ fällt häufig der Name Sophie Scholl. Doch genau wie sie haben sich etliche andere Frauen ebenfalls der NS-Diktatur in den Weg gestellt und ihr Leben riskiert. All diesen tapferen und mutigen Frauen ist die Ausstellung „Nichts war vergeblich“ des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933 -1945 e.V. gewidmet, die vom 24.1. – 29.4. 2018 in der Gedenkstätte zu sehen ist. Doch es gibt und gab zu allen Zeiten und in allen Regionen der Welt Beispiele, die vom unbeirrbaren Mut von Frauen zeugen. Die Ausstellung soll Ausgangspunkt sein, sich genau mit diesen Frauen auseinanderzusetzen und damit jeder einzelnen von ihnen ein eigenes kleines Denkmal zu setzen.

Wer kann teilnehmen?

Bewertet werden die Arbeiten in  2 Altersgruppen:
1) Jugendliche bis 18 Jahre
2) Erwachsene ab 18 Jahre

Was kann eingereicht werden?

Wissenschaftliche Arbeiten, literarische Texte, künstlerische Arbeiten (Bilder, Skulpturen, Collagen…), mediale Arbeiten (Filme, Hörspiele…) und alles was Ihnen/Euch zum Thema „Starke Frauen – damals und heute“ einfällt. Pro Teilnehmerin und Teilnehmer können max. 2 Beiträge eingereicht werden.

Was kann ich gewinnen?

Pro Altersgruppe gibt es einen 1., zwei 2. und drei 3. Preise (Sachpreise zwischen 50 und 200 €)

Wie werden die Beiträge bewertet und präsentiert?

Eine Fachjury bewertet die Beiträge und entscheidet über die Preise. Präsentiert werden die Arbeiten im Rahmen der Finissage zur Ausstellung am Sonntag, 29.4.2018, 15 Uhr in der Gedenkstätte KZ Osthofen.

Einsendeschluss 6. April 2018

Wo kann ich meine Arbeit hinschicken/abgeben?

NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz/
Gedenkstätte KZ Osthofen
Ziegelhüttenweg 38
67574 Osthofen
Tel. 06243 91080
info@ns-dokuzentrum-rlp.de
http://www.gedenkstaette-osthofen-rlp.de

Außer dem Wettbewerbsbeitrag brauchen wir noch folgende Angaben:

Zum Beitrag:
Titel, Entstehungsort und -datum, kurze Beschreibung

Zur Teilnehmerin/zum Teilnehmer:
Name und Anschrift, E-Mail, Geburtstatum

Gewalt können Sie sich abschminken

Aktion auf dem Alzeyer Rossmarkt am 23. August 2017 von 10 – 14 Uhr

„Der Runde Tisch gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen“ im Landkreis Alzey-Worms hat seine diesjährige Innenstadtaktion unter das Motto „Gewalt können Sie sich abschminken“ gestellt. Unter der Schirmherrschaft von Landrat Ernst Walter Görisch präsentieren sich am 23. August 2017 von 10.00 bis 14.00 Uhr ca. 15 Beratungsstellen und Organisationen,  die mit Opfern häuslicher Gewalt zu tun haben und sensibilisieren erneut für das Thema und seine Auswirkungen. Vor allem aber werden die Hilfeangebote im Landkreis vorgestellt und niederschwellig bekannt gemacht. „Indem Öffentlichkeit hergestellt wird, werden die Hürden abgebaut und dadurch der Zugang zu Beratungsstellen erleichtert. Zudem soll durch den Aktionstag das Bewusstsein vertieft werden, dass häusliche Gewalt ein Straftatbestand ist und dass das Thema alle angeht!“, betont Landrat Görisch.

Der Runde Tisch setzt damit ein deutliches Zeichen, dass Gewalt in engen sozialen Beziehungen keine Privatsache ist und der Landkreis über ein gut aufgestelltes und vernetztes Hilfsangebot verfügt.

Hierzu sind Vertreter und Vertreterinnen verschiedener Organisationen vor Ort, wie der Polizei, der Interventionsstelle, dem Frauenzentrum, dem Frauenhaus, dem Kinderschutznetzwerk, dem Weißen Ring, der Rheinhessenfachklinik,  der Täterhilfeeinrichtung, dem Jugend- und Gesundheitsamt und der Gleichstellungsstelle. Sie stellen sich vor, informieren  und zeigen, dass Hilfe und Unterstützung in erreichbarer Nähe existiert.

Mit Bodenzeitungen wird sozusagen im Vorbeigehen informiert und passend zum Motto werden 1000 von der Alzeyer Brunnen-Apotheke gespendete Abschminktücher – versehen mit dem passenden Aufkleber – verteilt.

Darüber hinaus ist auf  einem Roll up die Botschaft in 16 Sprachen zu lesen, dass „Gewalt in der Familie verboten ist“.

17.10.: „Internationale Tag zur Beseitigung der Armut “

Die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbeauftragter hat immer wieder auf die schwierige Situation von Alleinerziehenden und ihrer Kinder hingewiesen und eine bundesweite Kampagne gegen Frauenarmut gestartet. Informationen, Videos und Audios zur kostenfreien Nutzung unter: www.frauenbeauftragte.de

Gemeinsamer Appell zum 17. Oktober: Internationaler Tag zur Beseitigung der Armut

Armut von Alleinerziehenden nimmt zu – fast 1 Million Kinder alleinerziehender Eltern leben in Armut

In Deutschland tragen Alleinerziehende und ihre Kinder das höchste Armutsrisiko. Die erschreckenden Ergebnisse der Studie der Bertelsmann Stiftung vom Juli 2016 bestätigen die Erfahrungen der BAG der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Deutsch-lands, des Deutschen Frauenrates , des Verbandes der alleinerziehenden Mütter und Väter (VAMV e.V.), des Sozialdienst katholischer Frauen, SkF, Frauenwerk der Nordkirche und der Selbsthilfeinitiativen Alleinerziehender (SHIA e.V.). Schon seit vielen Jahren weisen diese und weitere Organisationen auf fortschreitende Verarmung von Alleinerziehenden und ihren Kin-dern hin und fordern die Politik zum Handeln auf.

Nach den Angaben der Studie der Bertelsmann Stiftung hat sich jedoch in den vergangenen zehn Jahren die Situation Alleinerziehender weiter verschlechtert statt verbessert. 2014 er-hielten 42 Prozent der Alleinerziehenden ein Einkommen, das weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens entsprach. Das sind 6,6 Prozent mehr als 2005. Im gleichen Zeitraum ist das Armutsrisiko bei Paarfamilien um fast zwölf Prozent gesunken.
Ein-Eltern-Familien sind fünfmal häufiger im SGB II-Bezug als Paar-Familien, obwohl mehr als drei Viertel der Alleinerziehenden über einen mittleren bis hohen Berufsabschluss verfügen.
90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen. Die Hälfte der Kinder von Alleinerziehenden erhält keinen Unterhalt, obwohl er ihnen zusteht. 25 Prozent bekommen weniger als ihnen zusteht, weil der entsprechende Elternteil (mehrheitlich Väter) unregelmäßig oder zu wenig zahlt. Knapp eine Million Kinder von Alleinerziehenden lebt von Leistungen nach dem SGB II. Oft müssen Einelternfamilien nur deshalb Leistungen nach dem SGB II beantragen und sich den Restriktionen des Jobcenters unterwerfen, weil die unterhaltspflichtigen Elternteile ihrer Unterhaltspflicht nicht nachkommen.
Es kann nicht hingenommen werden, dass zahlungsfähige unterhaltpflichtige Eltern, in der Regel Väter, ihrer Unterhaltspflicht nicht nachkommen. Es braucht endlich wirksame rechtli-che Instrumente gegen zahlungsunwillige Elternteile.
Es ist unzumutbar und in keiner Weise nachvollziehbar, dass unterhaltsberechtigte Personen (zumeist Mütter) nachweisen müssen, inwieweit der Unterhaltspflichtige in der Lage wäre, einer Arbeit nachzugehen, die Unterhaltszahlung ermöglicht. Die Reform des Unterhaltsrech-tes 2008 hat die finanzielle Situation Alleinerziehender weiter verschärft.

Der Staat springt mit dem Unterhaltsvorschuss ein, wenn kein Kindesunterhalt gezahlt wird. Wenn aber nach 72 Monaten maximaler Bezugszeit und spätestens mit der Vollendung des zwölften Lebensjahres des Kindes die staatliche Unterstützung endet- wer zahlt dann? Es sind zumeist die Frauen, die es irgendwie hinbekommen müssen. Ein positiver Schritt ist die ge-rade kürzlich erfolgte Grundsatzeinigung in der Koalition zum Ausbau des Unterhaltsvor-schusses bis zum 18. Geburtstag des Kindes. Ein entsprechender Gesetzentwurf liegt noch nicht vor. Offen bleibt, in welcher Form und wie schnell in Abstimmung mit den Ländern die Umsetzung dieses Beschlusses erfolgen wird. Die Unterhaltsbeträge nach der Düsseldorfer Tabelle sind schon lange nicht mehr zeitgemäß und decken nicht den Bedarf der Kinder. Viele sind aus finanziellen Gründen von sozialen und kulturellen Aktivitäten in ihrem unmittelbaren Lebensalltag ausgeschlossen. Alle diese Kinder haben einen schlechteren Start in das Leben.
Wenn Frauen und Männer in sehr jungen Jahren Familienaufgaben übernehmen, tragen sie ein hohes Risiko keinen Berufsabschluss zu schaffen. Gerade für die berufliche Erstausbildung und Qualifizierung von jungen Menschen mit Kindern ist die Teilzeitausbildung ein wichtiger Baustein.

Für alle Eltern ist die Vereinbarkeit von beruflichen Anforderungen und privaten Fürsorge-pflichten eine tägliche Herausforderung. Im Besonderen für Alleinerziehende ist das Vorhan-densein einer auf diese Belange zugeschnittene Kindertagesbetreuung eine wichtige Voraus-setzung für eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit.
Die zentrale politische Zielsetzung muss es sein, Rahmenbedingen zu schaffen, die es Allein-erziehenden ermöglichen, ihren Lebensunterhalt sowie den ihrer Kinder langfristig und nach-haltig durch eigene Erwerbstätigkeit zu sichern.

Einelternfamilien müssen endlich als eine gleichberechtigte Familienform sowohl rechtlich als auch finanziell anerkannt werden.

Deshalb fordern wir:

  • Die Anhebung und Dynamisierung des steuerlichen Entlastungsbetrages für Alleinerziehende
  • Keine Anrechnung des vollen Kindergeldes auf den Unterhaltsvorschuss
  • Zügige Umsetzung des Grundsatzbeschlusses zum Ausbau des Unterhalts-vorschusses ohne zeitliche Begrenzung der Bezugsdauer und bis zur Volljäh-rigkeit des Kindes in Höhe des Mindestunterhalts
  • Wirksame rechtliche Instrumente gegen zahlungsunwillige Elternteile
  • Den qualitativen und quantitativen Ausbau der Teilzeitberufsausbildung
  • Ausbau und Förderung von flexiblen Kindertagesbetreuungsformen außerhalb der Regelöffnungszeiten von Kita und Hort

Außerdem fordern wir die Einführung eines pauschalen Umgangskinder-Mehrbedarfs im SGB II, der an den hilfebedürftigen umgangsberechtigten Elternteil ausgezahlt wird und dem Zweck dient, die Existenz des Kindes während der Um-gangstage sicher zu stellen. Wir fordern Rechtssicherheit für Alleinerziehende, dass während der Umgangstage nicht das Sozialgeld für ihr Kind gekürzt wird.

Langfristig brauchen wir einen Systemwechsel, der über den Lebensverlauf hinweg bis ins hohe Alter auf ökonomische Selbständigkeit setzt. Es gilt Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine aktive Elternschaft von Müttern und Vätern ermöglicht. Alle Kinder haben das Recht auf eine umfassende Förderung, unabhängig von der jeweiligen Familienform in der sie auf-wachsen. Das ist nur möglich durch eine Kindergrundsicherung

Sie, als Politiker und Politikerinnen müssen endlich handeln!

Unterzeichner/innen:
BAG der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Deutschlands, e.V.
Deutscher Frauenrat e.V.
Diakonie Deutschland
Sozialdienst katholischer Frauen, SkF e.V., Gesamtverein
Verband alleinerziehenden Mütter und Väter, VAMV e.V., Bundesverband
Selbsthilfeinitiativen Alleinerziehender, SHIA e.V.
Evangelische Frauen in Baden
Frauenwerk der Nordkirche
Netzwerk Alleinerziehenden-Arbeit Baden Württemberg

Die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbeauftragter hat immer wieder auf die schwierige Situation von Alleinerziehenden und ihrer Kinder hingewiesen und eine bundesweite Kampagne gegen Frauenarmut gestartet. Informationen, Videos und Audios zur kostenfreien Nutzung unter: www.frauenbeauftragte.de