Gut gestimmt – Workshop für Frauen

mit Susanne Schwarz, M.A, Stimmpädagogin,
Lichtenberger® Methode

„Gut gestimmt!“

Ein Workshop zum Thema Stimme

Die Stimme ist der tönende Ausdruck unseres Selbst. Funktioniert sie physiologisch richtig, kann sich der Stimmklang frei entfalten. Stimmliche Herausforderungen werden leichter bewältigt und vielfältigere stimmliche Ausdrucksmöglichkeiten werden gewonnen. Die meisten Schwierigkeiten, die wir beim Sprechen erleben, sind auf die Stimme zurückzuführen. Durch die Beschäftigung mit der Stimme wird das Sprechen müheloser. Heiserkeit und anderen Symptomen der Überanstrengung wird vorgebeugt.

Ziel ist immer ein authentischer Einsatz der Stimme, der zur Sprechenden und der jeweiligen Situation passt.

Die Teilnehmerinnen lernen im Workshop ihr eigene Stimme besser kennen und erfahren, was sie für ihre Stimme tun können. Wir werden uns nach einer kurzen Einführung mit Übungen zu folgenden Themen befassen:

Körperhaltung und Körperspannung, Stimmlage, Atmung (Koordination von Atmung und Sprechen, Atemfluss) Tragfähigkeit, Resonanz (auch „Stimmsitz“), Stimmklang, Verständlichkeit (Artikulation), Modulation, sensorische Wahrnehmung, stimmliche Herausforderungen, Aufregung (Lampenfieber), Orientierungshilfen für das eigene Sprechen (günstige Sprechweisen, z.B. auch zur Vorbeugung von Heiserkeit)

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Donnerstag, 4. April 2019, 18 – 21 Uhr und
Freitag, 5. April 2019, 16 – 19 Uhr

Teilnahmebeitrag: 40 € (inkl. Material)
Veranstalterin: Gleichstellungsstelle, Kreisverw. AZ-WO

Das Seminar wird gefördert vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz, Mainz

Verbindliche Anmeldung bis spätestens 20.03.2019
an das Frauenbüro der Kreisverwaltung Alzey-Worms, Ernst-Ludwig-Straße 36, 55232 Alzey, 06731-4081251, frauenbuero@alzey-worms.de

Sie erhalten in der Woche vor Seminarbeginn eine Anmeldebestätigung mit näheren Informationen zum Veranstaltungsablauf.
Bei einer Absage, nach Zugang der Anmeldebestätigung oder Nichterscheinen wird die gesamte Kursgebühr fällig. Es besteht die Möglichkeit eine Ersatzteilnehmerin zu benennen. Bitte teilen Sie uns dann den Namen mit.

Erzählcafé: Lebenswenden wagen – Persönlichkeiten bilden

Lebenswenden – eine einmalige oder der Zustand permanenter Aktivität – eine Herausforderung für die Persönlichkeitsbildung

Immer wieder wagen wir selbst Lebenswenden. Diese erfordern Mut, kündigen sich oft mit Konflikten an und irgendwann wird die Entscheidung getroffen, zu gehen, etwas Gravierendes im Leben zu verändern. Die Umsetzung folgt, und auch der Prozess des heimisch werden in der neuen Situation. Beispielsweise wenn wir uns selbständig machen, umziehen, einen Partner- oder Berufswechsel planen, das Leben auf einmal Kopf steht.
Dieser Prozess stimuliert neben dem Enthusiasmus und der Aktivität auch Erschöpfung. Er stimuliert bestimmte Eigenschaften, fördert Kompetenzen, trainiert Fähigkeiten und Fertigkeiten und sorgt hierdurch für einen permanenten Zustand von Aktivität im Menschen. Es findet eine Entwicklung der Persönlichkeit statt, die immer auch Auswirkungen auf andere Menschen hat, angefangen bei der eigenen Familie über die Kunden und Geschäftspartner bis hin zur Gesellschaft. Sind Sie sich dessen bewusst? Wie gehen Sie damit um? Wollen Sie mit anderen Ihre Erfahrungen teilen?
Anja Mays, „ Raum für Energie-Impulse“ schaut mit Ihnen auf das Spannungsfeld von Enthusiasmus, Aktivität und Anspannung unter dem Motto „Lebenswenden wagen“ und macht Ihnen am eigenen Beispiel Mut, mit altem gemeinsamen Wissen eigene neue Wege zu gehen. Sie schaut mit Ihnen gemeinsam darauf, an „Leib und Seele“ gesund zu bleiben, indem man immer wieder „spirituelle“ Verschnaufpausen einlegt.

Das Ziel des Erzählcafes ist es, eine Plattform zu finden für einen ehrlichen Austausch mit gleichgesinnten, zu diskutieren, von Frauen zu lernen, die diese Erfahrung bereits gemacht haben und damit als Beraterin und Mentorinnen denen, die sich auf noch auf Ihren Weg machen wollen, zur Seite stehen können.

Termine:

Freitag, 29. März 2019, 9 – 11 Uhr
Freitag, 21. Juni 2019, 9 – 11 Uhr
Freitag, 27. September 2019, 9 – 11 Uhr
Freitag, 20. Dezember 2019, 9 – 11 Uhr

Weingut Trautwein, Außerhalb 12, 55237 Flonheim

Veranstalterinnen:
Anja Mays, Raum für Energie-Impulse,
Wilhelm-Leuschner-Str. 22, 55237 Flonheim
Telefon: 06734-9169000 oder 0171 3346334
www.anjamays.depost@anjamays.de
Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Alzey-Worms

Weiterhin findet in Zusammenarbeit mit der OG Eppelsheim und den Eppelsheimer Landfrauen am
Mittwoch, 6. November 2019 – 16 Uhr
im Scheunencafé in Eppelsheim ein weiteres Erzählcafé statt.

Girls‘ Day

Am Mädchen-Zukunftstag öffnen jedes Jahr im Frühjahr vor allem Unternehmen und Betriebe, aber auch Behörden, Hochschulen und Forschungseinrichtungen ihre Türen für Schülerinnen der Klassen 5 bis 10, um ihnen Einblicke in eine Vielfalt von Berufen zu ermöglichen – vor allem in technischen, informationstechnologischen und naturwissenschaftlichen Bereichen. Mehr über den Girls’Day hier

Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Alzey-Worms macht folgendes Angebot für Schülerinnen der 5. – 9. Klasse:

Ex und Hopp – wohin mit dem Biomüll?

Angewandte Umwelttechnik in der Vergärungsanlage

In der Vergärungsanlage des Landkreises Alzey-Worms werden die Bioabfälle aus den Haushalten des Landkreises, zusammen mit dem eingesammelten Grünschnitt, zu Kompost verarbeitet. Dafür sorgen die Mitarbeiter mit Hilfe moderner Technik. Die Möglichkeit, einen Vormittag lang einen Einblick in ihren Arbeitsalltag zu erhalten, gibt es am Girls`Day 2019:

  • Vom Biomüll bis zum Kompost – Anlagentechnik verstehen
  • Vom Biomüllauto bis zum Radlader – Fahrzeugtechnik zum Anfassen.
  • Vom Kompost bis zum Boden – Versuche mit Kompost und
    Bodenproben selbst durchführen

Donnerstag, 28. März 2019, 8.30 – 12 Uhr
Wertstoffhof Framersheim, An der K 30

Bitte bringt geeignete unempfindliche Kleidung sowie wetterfeste und bequeme Schuhe mit, es kann kalt sein, und Rundgang sowie Versuche finden teilweise im Freien statt.
Info und Anmeldung: Abfallwirtschaftsbetrieb, An der Hexenbleiche 36, Zimmer 42, Frau List-Kalusche, Tel. 06731-4086421


Bei der

Firma Haas – Heizung-Sanitär – in Wöllstein

steht an diesem Tag das praktische Erleben im Mittelpunkt. Bei Fragen und Diskussionen erhalten die jungen Mädchen direkte Antworten und können erste Kontakte zu den Personalverantwortlichen knüpfen.
Schülerinnen, die Interesse haben, die Arbeiten der Firma Haas am 28.03.2019 näher kennen zu lernen, setzen sich bitte
direkt mit der Firma in Verbindung:

Hans Werner Haas Heizung-Sanitär, Gumbsheimer Str. 4,
55597 Wöllstein, Telefon: 06703-3415 Fax: 06703-2486

E-Mail: haashw@t-online.de.
Veranstalterin: Gleichstellungsbeauftragte VG Wöllstein

LAUT ♀ STARK – gemeinsam gegen Sexismus

Die Kampagne in Rheinland-Pfalz

„Sexismus ist in unserer Gesellschaft in einem erschreckenden Ausmaß allgegenwärtig und hat viele Facetten: Von der sexuellen Belästigung hin zu geschlechtsstereotypen und vorurteilsbehafteten Einstellungen, die insbesondere auch das Arbeitsleben betreffen“, erläutert Frauenministerin Anne Spiegel zum Auftakt ihrer Antisexismuskampagne

LAUTSTARK

#Metoo hat dazu geführt, dass das Thema so aktuell ist wie nie. Durch das Internet verbreiten sich die Diskussionen über Sexismus rasend schnell und werden nun auch offen in den Medien geführt. Eine wichtige Säule, die die Kampagne trägt, sind Menschen aus allen Bereichen und Bevölkerungsgruppen, die sehr gerne die Aufgabe übernommen haben, Botschafterinnen und Botschafter von LAUT♀STARK zu sein. Sie greifen das Thema Sexismus wo immer es ihnen möglich ist auf und positionieren sich. So wird es gemeinsam gelingen, für das Thema zu sensibilisieren und es in die breite Öffentlichkeit zu tragen.
Dabei geht es nicht darum, die Debatte zu skandalisieren. Es geht besonders um ein Wachrütteln und um die Veränderung der Strukturen, die Sexismus ermöglichen und in denen Frauen ausgenutzt, diskriminiert und missbraucht werden.

Landrat Ernst Walter Görisch ist einer dieser Botschafter in Rheinland-Pfalz und damit eines der vielen Gesichter der landesweiten Kampagne, „weil wir sexualisierter Gewalt gegen Frauen die rote Karte zeigen müssen“, so das Statement des Landrats. Gemeinsam mit dem Frauenbüro lädt er alle ein, die Kampagne Lautstark zu unterstützen, Strukturveränderungen auf den Weg zu bringen und zu gleichwertigem Miteinander von Frauen und Männern beizutragen.

Marketing in eigener Sache

Seminar für Frauen mit Gisela Abts, Bildungsreferentin

In diesem Seminar geht es um die Ausdrucksformen der Selbstdarstellung. Was habe ich für ein „Modell“ als Führungsfrau, an der ich mich bei meinen öffentlichen Auftritten orientiere? Wie erreiche ich stilsicheres Auftreten bei Veranstaltungen, Konferenzen, geschäftlichen Treffen? Korrekte Umgangsformen wirken imagefördernd, Echtheit, Authentizität und Selbstbewusstsein helfen auf andere überzeugend zu wirken und unterstützen somit erfolgreiche Arbeit.

Inhalte:

  • Wie beeindrucke ich mit gutem Benehmen?
  • Wie bereite ich mich auf eine Präsentation vor? (frei sprechen, mit schriftlichen Notizen oder vom Blatt lesen
  • Wie präsentiere ich mich bei wem? (Kleidung, Haltung, Mitbringen von ausgearbeiteten Papieren)
  • Wie bewältige ich souverän und angemessen knifflige Kommunikationssituationen?
  • Vorstellungs- und Begrüßungsarten, Small-Talk und angemessene Redewendungen kennen und anwenden.

Freitag, 29. März 2019, 16.00 – 19.00 Uhr und
Samstag, 30. März 2019, 09.30 – 16.30 Uhr

Teilnahmebeitrag: 60 € (inkl. Material und Verpflegung)

Veranstaltungsort: Forum der Sparkasse Worms-Alzey-Ried
Bleichstraße 8, 55232 Alzey

Veranstalterin: Gleichstellungsstelle, Kreisverwaltung Alzey-Worms

Das Seminar wird gefördert vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung Rhein-land-Pfalz, Mainz

Sie erhalten in der Woche vor Seminarbeginn eine Anmeldebestätigung mit näheren Informationen zum Veranstaltungsablauf.

Verbindliche Anmeldung bis spätestens 13.03.2019 an das Frauenbüro der Kreisverwaltung Alzey-Worms, Ernst-Ludwig-Straße 36, 55232 Alzey, 06731-4081251, frauenbuero@alzey-worms.de

100 Jahre Frauenwahlrecht

„Es gibt keine Freiheit der Männer,
wenn es nicht eine Freiheit der Frauen gibt.
Wenn eine Frau ihren Willen nicht zur Geltung
bringen darf, warum soll es der Mann dürfen.“

„Mehr Stolz, ihr Frauen!…“

Hedwig Dohm (1831-1919)

Szenische Lesung und feministisches Kabarett

Das Hedwig Dohm Trio – Nikola Müller, Isabel Rohner und der Schauspieler Gerd Buurmann – bringt Hedwig Dohms Leben und Werk auf die Bühne.

Hedwig Dohm ist DIE Pionierin der Frauenbewegung in Deutschland und eine wunderbare witzige und innovative Autorin. Bis heute haben ihre lebendigen Texte, in denen sie die völlige rechtliche, soziale und ökonomische Gleichberechtigung von Frauen und Männern fordert, nichts von ihrer Frische und Aktualität verloren. Dohms Markenzeichen ist ihre Ironie. Mit bekannten Zeitgenossen von Friedrich Nietzsche bis Georg Groddeck liefert sie sich in ihren Texten wahre Wortgefechte, die das Trio mit Humor und Ironie serviert.

Das Konzept des Hedwig-Dohm-Trios: Das Publikum wird gut unterhalten, lacht viel – und geht trotzdem klüger nach Hause.

Samstag, 16. März 2019, 19 Uhr

Kulturzentrum des Landkreises Alzey-Worms,
Theodor-Heuss-Ring 2, Alzey

Kosten:    10 €
Karten im Vorverkauf und Reservierungen: Frauenbüro der Kreisverwaltung Alzey-Worms

Karten-Vorverkauf: Buchhandlung Machwirth, Rossmarkt, Alzey

Veranstalterin:    Frauenbüro des Landkreises Alzey-Worms

Kino, Secco, Herzhaftes & Gespräch

Die Berufung

Es sind die 50er Jahre in den Vereinigten Staaten von Amerika. Frauen dürfen weder als Polizeibeamtinnen arbeiten noch in Princeton studieren. Ruth Bader Ginsburg will diese Welt verändern. Sie studiert als eine von wenigen Frauen Jura an der Elite-Universität Harvard. Nach ihrem Abschluss als Jahrgangsbeste muss sie sich mit einer Stelle als Professorin zufriedengeben, obwohl sie lieber die Gerichtssäle erobern würde – ein Privileg, das ihren männlichen Kollegen vorbehalten ist. Dank ihres Mannes und Steueranwalts Marty wird sie eines Tages auf den Fall Charles Moritz aufmerksam. Trotz der aufopfernden Pflege seiner kranken Mutter, wird Moritz nicht der übliche Steuernachlass gewährt – aufgrund seines Ge- schlechts. Ruth wittert einen Präzedenzfall, der eine seit Jahrzehnten stillstehende Gesetzeslage ad absurdum führt. Mit eisernem Willen und scharfem juristischen Verstand zieht Ruth endlich vor Gericht und in einen leidenschaftlichen Kampf gegen die Diskriminierung von Frauen (und Männern).

Quelle: Verleih Entertainment One

Ergänzt wird der Kinoabend zum Weltfrauentag vom DGB Kreis Alzey-Worms mit Informationen und Rosen.

Freitag, 8. März 2019, Einlass: 19.30 Uhr

Bali Kino, Bahnberg 10, Alzey
Kosten: 8 € (inkl. Secco und Herzhaftem)

Veranstalterinnen:
Bali Kino und Frauenbüro des Landkreises Alzey-Worms

Anmeldung erforderlich bis 6.03.2019
06731 – 4081251 | frauenbuero@alzey-worms.de

Frauenrechte – eine Veranstaltung für Männer mit Migrationshintergrund

Aus Anlass des internationalen Frauentages lädt die Gleichstellungsbeauftragte der VG Wörrstadt zusammen mit der Flüchtlingshilfe Saulheim interessierte Männer mit Migrationshintergrund zum Gespräch über Frauenrechte ein.

Ziel es über die Frauenrechte in Deutschland zu informieren und im Gespräch die Rollenbilder in verschiedenen Kulturen und die Bedeutung der Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft anzusprechen.

Eingeladen sind am

Freitag, den 8. März um 19 Uhr

nach Saulheim alle am Thema Frauenrechte interessierte Männer mit Migrationshintergrund.

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich.

Der Veranstaltungsort wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.

Info und Anmeldung bei Flüchtlingshilfe Saulheim, Fluechtlingshilfe.saulheim@web.de oder bei der Gleichstellungsbeauftragten der
VG Wörrstadt Christine Geiger 06732-962809 (Anrufbeantworter) oder gleichstellungsbeauftragte@vgwoerrstadt.de.

Das KZ Osthofen aus weiblicher Perspektive

Anlässlich des Themenschwerpunktes „Frauen“ und des Weltfrauentages hat die Gedenkstätte KZ Osthofen eine neue Schwerpunktführung zum Thema „Das KZ Osthofen aus weiblicher Perspektive“ entwickelt.
Bei einem Rundgang zur Geschichte des KZ Osthofen soll die Rolle der Frauen im Mittelpunkt stehen: Diejenigen, die im KZ Osthofen inhaftiert waren, wie zum Beispiel Pauline Schöfer aus Osthofen, aber auch die Ehefrauen, Mütter, Verlobten, Schwerstern usw. der männlichen Häftlinge. Wie sind sie mit der Situation umgegangen, wie haben sie ihre Männer und Verwandten unterstützt, wie war die Situation für sie zu Hause?
Führung und Eintritt in die Gedenkstätte sind kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist für Einzelbesucher*innen nicht erforderlich.

Freitag, 8. März 2019, 16 Uhr
ab 15.00 Uhr
besteht Gelegenheit zur Führung durch die Gedenkstätte KZ Osthofen

Gedenkstätte KZ Osthofen, Ziegelhüttenweg 38, 67574 Osthofen

Veranstaltende: Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Förderverein Projekt Osthofen e.V.

Erzählcafé in der KZ-Gedenkstätte Osthofen

Freitag, 23. November 2018, 16.00 Uhr

„Kontakte deutscher Frauen zu ausländischen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen“

„Auch in diesem Jahr können wir unsere bewährte Kooperation fortsetzen und in einem Erzählcafé in der Gedenkstätte Osthofen ein Stück Frauengeschichte unserer Region beleuchten“, beschreibt Katharina Nuß, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Alzey-Worms die Zusammenarbeit mit dem Förderverein Projekt Osthofen.

„Butterbrot – ein Jahr Gefängnis, Kuss – zwei Jahre Gefängnis, Geschlechtsverkehr – Kopf ab.“ So lautete die Empfehlung des Präsidenten des Landgerichts Köln für die Bestrafung deutscher Frauen, die Umgang mit Kriegsgefangenen hatten.
Deutsche Frauen und Mädchen die „verbotenen Umgang“ zu ausländischen Zwangsarbeitern oder gar zu Kriegsgefangenen pflegten, wurden diskriminiert, denunziert, gedemütigt und hart bestraft. Bestraft wurden Frauen – und auch Männer – aber auch, wenn sie lediglich freundschaftlichen Umgang mit Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern pflegten, ihnen ein Stück Brot zu steckten, oder, wie in Dalsheim geschehen, die Wäsche eines polnischen Zwangsarbeiters gewaschen haben. Die junge Frau wurde denunziert und kam für ein Jahr in das KZ Ravensbrück. Die verhängten Strafen entsprachen der Rassenhierarchie der Nazis. Am härtesten bestraft wurde der Umgang mit Kriegsgefangenen sowie Kontakte zu Polen und „Ostarbeitern“.
Auch für unsere Region lassen sich Fälle von Verurteilungen und Einweisungen nach Ravensbrück von Mädchen und Frauen, die freundschaftliche Beziehungen zu Zwangsarbeitern unterhielten oder in einem Liebesverhältnis standen, nachweisen.
In den Familien und Wohnorten der deutschen Frauen und Mädchen herrscht vielfach bis heute Schweigen – ebenso wie über das Schicksal von Zwangsarbeiterinnen. Im Rahmen des Erzählcafés stellen Angelika Arenz-Morch, Christine Hartwig-Thürmer und Renate Rosenau stellen Einzelschicksale vor und ordnen sie in den historischen Kontext ein. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen ergänzend dazu Erinnerungen und überlieferte Geschichten zum Thema einzubringen. Reger Austausch bei gemütlicher Kaffeerunde ist ausdrücklich gewünscht.
Das Erzählcafé beginnt um 16.00 Uhr.
Ab 15.00 Uhr besteht die Möglichkeit an einer Führung zur Geschichte des Konzentrationslagers und der Gedenkstätte Osthofen teilzunehmen.
Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten:
frauenbuero@alzey-worms.de  |  Telefon: 06731 4081251